Wolle kunstvoll verarbeiten

Wollwerkstatt in St. Martin

Bei unserer Wollwerkstatt im Heimatmuseum St. Martin haben die zehn Teilnehmer verschiedene Filz-Techniken gelernt. Gundula Berner zeigte, wie man mit der Rohwolle von ihren Steinschafen, einer Schüssel heißem Wasser, Schmierseife und einer Unterlage ein schönes Stück Filz herstellt, das man z.B. als Sitzkissen verwenden kann. Friederike Willer und Heike Gonschior führten die Gäste in die Kunst des Trocken-Filzens ein. Mit Hilfe von Filznadeln und Ausstechförmchen entstanden kleine dekorative Kunstwerke. Das historische Ambiente des Heimatmuseums gab der Veranstaltung einen sehr authentischen Anstrich. Trotz der Hitze hat es allen viel Spaß gemacht.


Aus dem Leben der Honigbiene

Ein Vormittag mit dem NABU in der Grundschule St. Martin

Heike Gonschior ist Imkerin und engagiert sich außerdem im NABU. Zusammen mit Gundula Berner, der Vorsitzenden der NABU-Gruppe Edenkoben-Maikammer, hat sie an der Grundschule St. Martin einen Vormittag über das Leben der Honigbienen gestaltet. Die Kinder konnten Fragen stellen und erfuhren viel Interessantes über die fleißigen Honig-Produzentinnen. Damit sie sich die Arbeit einer Imkerin besser vorstellen können, hatte Frau Gonschior den Schülerinnen und Schülern eine ganze Reihe Utensilien mitgebracht, z.B. einen Imker-Anzug und einen Bienenkasten, Waben, Besen, Stockmeißel und Smoker. Die Kinder durften sich alles genau anschauen und anfassen.

 

Beim Anschauen der Waben zeigte die Imkerin den Kindern den sogenannten "Honigkranz". Sie erklärte, dass das Brutnest der Bienen kugelförmig angelegt wird. Rundherum deponieren die Bienen in einem breiten Kranz Pollen und Honig als Vorrat. Auf der mitgebrachten Wabe war die Brut natürlich schon geschlüpft. Aber die Pollen- und Honigreste waren noch da. Die Kinder und sogar die Lehrerin probierten ein bisschen von diesem Honig direkt aus der Wabe. Es war Edelkastanienhonig vom Bienenstand in St. Martin. Zum Abschluss gab es für alle noch leckeren Sommerblüten-Honig auf Baguette.


Praktikum beim NABU Edenkoben/Maikammer

Betriebspraktikum vom 14. - 18. August 2017

Mein Name ist Paula Heeren, ich bin 16 Jahre alt und gehe in die elfte Klasse am Gymnasium in Maxdorf. In der ersten Schulwoche nach den Ferien macht man an unserer Schule in der elften Klasse ein fünftägiges Betriebspraktikum. Meine Wahl fiel dafür auf den NABU Edenkoben-Maikammer. Dort war ich in Sankt Martin bei Gundula Berner, die für die Landschaftspflege mehrerer Flächen zuständig ist. Hier möchte ich über mein Praktikum berichten.

Tag 1

Mein erster Tag begann mit einer allgemeinen Einführung in das Gebiet und die Arbeit beziehungsweise die Aufgaben des NABUs in der Landschaftspflege.

Das Ziel für das Gundula Berner arbeitet, ist das Gewinnen freier Grünflächen in Form von Wiesen. Dazu werden ungenutzte Flächen von der Gemeinde übernommen.  Auf so gewonnenen NABU-Flächen gilt es, Platz für naturnahe Wiesen zu schaffen. Dazu muss zu hohes Gras gekürzt, wuchernde Hecken wie Brombeeren zurückgeschnitten und der Wald zurückgedrängt werden.

Dabei hilft eine Herde Alpiner Bergschafe, die Gundula Berner aus Bayern in die Pfalz gebracht und dort mit den Tieren weitergezüchtet hat. Insgesamt besitzt sie ungefähr 100 Tiere, die in mehrere Herden aufgeteilt sind. Sie weiden auf den erwähnten Grünflächen und dienen dazu Gras und Hecken kurz zu halten.

Auf den entstehenden Wiesen herrscht eine hohe Artenvielfalt. Die Flächen bieten Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten.

Zur täglichen Arbeit zählen vor allem das Pflegen der Weide- und Grünflächen aber auch das Sorgen für die Schafe zum Beispiel in Form von einmal täglich Füttern.

Am ersten Tag bestand die Arbeit darin, eine Weide, auf der eine Schafherde von ungefähr 15 Tieren seit ungefähr sechs Wochen stand zu Ende zu bearbeiten, sodass die Tiere auf eine neue Weide kommen konnten. Dazu gehörte vor allem das Kürzen der dort wachsenden Brombeerhecken, von denen  nur so viel abgeschnitten wird, dass sie sich nicht weiter ausbreiten. Bei dieser Arbeit haben wir einen seltenen Schmetterling- den weißen Waldportier entdeckt und fotografiert. Außerdem gibt es auf der bearbeiteten Weide zwei Bruten einer immer seltener werdenden Vogelart, den Neuntöter.

Im Waldstück der Weidefläche sammelten wir Totholz ein, das aufeinander gestapelt wurde. So bildete sich wieder neue Fläche für Gras und das gestapelte Totholz wiederum bildet einen neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

Weißer Waldportier (Foto: Paula Heeren)
Weißer Waldportier (Foto: Paula Heeren)

Tag 2

Am zweiten Tag meines Praktikums wurden die letzten Arbeiten auf der Wiese vom Vortag gemacht. Dazu zählte erneutes Einsammeln von Totholz und das Fällen kleinerer junger Bäume im Waldteil der Weide, um Fläche für Wiese zu schaffen.

Ein großes Problem in der Natur, das auch auf den Schafsweiden vorkommt, ist Müll. Vor mehreren Jahren wurde im Waldteil der Weidefläche illegal in einer kleinen Holzhütte gelebt. Als das Gebiet zum Naturschutzgebiet erklärt wurde, ließ man die Hütte einfach zurück. Über die Jahre hatte sich viel Müll angesammelt, der achtlos in den Wald geworfen worden war. Außerdem lösen sich mit dem Verfall des Hauses auch viele umweltschädliche Baumaterialien wie Styropor oder Wellblech. Am zweiten Tag galt es, den zurückgelassenen Müll einzusammeln. Dazu gehörten neben den Baumaterialien auch Glasflaschen, Plastikfolien, Drähte und sogar ein Regenschirm. All diese Dinge stellen nicht nur eine Verschmutzung der Natur sondern auch eine Gefahr für die Schafe dar und müssen daher entsorgt werden. Insgesamt wurden knappe zwei große Müllsäcke gefüllt.

Tag 3

Wie bereits erwähnt, standen die Schafe schon ungefähr sechs Wochen auf derselben Weidefläche. Da der Großteil der Arbeit gemacht war und die Nahrung für die Schafe in Form von Pflanzen knapp wurde, wurden die Schafe am dritten Tag meines Praktikums auf eine andere Weide gebracht. Dazu wurden die Tiere mit Brot angelockt und eingefangen. Dann wurden ihnen Halsbänder umgelegt, sodass man sie zur anderen Wiese führen konnte. Bis alle Schafe eingefangen waren, wurden die bereits gefangenen Tiere an Bäumen festgebunden, wo manche von ihnen Ohrmarken bekamen. Die Schafe wurden nach und nach auf die andere Weide gebracht. Zwei besonders scheue Tiere ließen sich nicht so einfach wie die anderen einfangen. Dieses Problem konnte aber durch den stark ausgeprägten Herdentrieb der Schafe gelöst werden.

Als alle Schafe auf der neuen Weide waren, musste der Zaun kontrolliert werden, wobei manche stromableitenden Pfalzenteile abgerissen oder umgebogen werden mussten.

Ein Teil der Schafherde bei einer Weide in St. Martin
Ein Teil der Schafherde bei einer Weide in St. Martin

Tag 4

Heute am vierten Tag meines Praktikums bin ich in Landau, um meinen Praktikumsbericht zu schreiben und auch den administrativen Teil des NABUs kennenzulernen. Morgen, am letzten Tag des Betriebspraktikums, werden wir voraussichtlich ein paar der Schafe scheren, die noch nicht geschoren sind und auf einer Weide die täglichen, bereits erwähnten Arbeiten verrichten.


Bruterfolg bei Schleiereulen in Böbingen

Gutes Mäusejahr wirkt sich positiv auf Jungvögel aus 

Die Brutsaison 2015 war für die Schleiereulen in Böbingen sehr erfolgreich. Insgesamt 15 flügge Jungeulen konnten gezählt werden. Vier davon stammen aus einer Brut im Kirchturm. Elf weitere wuchsen in einem Nistkasten in der Scheune von Familie Pulg heran. Der Nistkasten in der Scheune wird von den beiden NABU-Aktiven Wolfgang Staudt und Heike Gonschior betreut. Nach dem Ausfliegen der ersten vier Jungen aus dem Nistkasten entdeckten sie im Juli eine zweite Brut mit sieben Eiern. In guten Mäusejahren wie 2015 ist das nicht ungewöhnlich. Als die Naturschützer den Kasten Anfang August wieder kontrollierten, fanden sie ein puscheliges Knäul aus sieben kleinen Schleiereulen. Diese entwickelten sich aufgrund des guten Nahrungsangebotes sehr gut. Schon einen Monat später waren aus den kleinen Küken kräftige Jungeulen geworden. Jörn Weiß reiste aus Frankenthal an, um die Tiere im Rahmen eines Forschungsprojektes der Vogelwarte Radolfzell zu beringen. Da Familie Pulg "ihre Schleiereulen" bereits ins Herz geschlossen hatte, wollten sie natürlich gerne dabei sein. Sie durften den Beringer unterstützen, als dieser jeder Eule einen Ring anlegte, der sie zukünftig identifiziert. So geschmückt flogen die Schleiereulen im Herbst das erste mal aus und erkundeten ihre Umgebung.

Das Kirchturmprojekt geht natürlich 2016 weiter.
Bis jetzt haben wir in Böbingen im Kirchturm der evang. Kirche 6 junge Schleiereulen, in Böbingen bei Familie Pulg in der Scheune 3 junge Schleiereulen beringt. Im Kirchturm der evangelischen Kirche von Freimersheim waren es 6 jungen Schleiereulen. Insgesamt also 15 Schleiereulen-Küken. Und das ist erst die 1. Brut dieses Jahres. (Juni 2016)

Schleiereulen Foto-Story


Den Waldameisen auf der Spur

Mit Heike Gonschior auf Expedition

Am Mittwoch, den 1. Juli 2015 begleitete Heike Gonschior von unserer NABU Gruppe die Vorschulkinder der Kita Sternschnuppe aus Gommersheim bei ihrem Waldtag. Gemeinsam wollten sie sich auf die Suche nach Roten Waldameisen machen. Bevor es jedoch so richtig losging, versammelten sich alle in der Gommersheimer Grillhütte. Hier erklärte Heike den Kindern das Leben der Ameisen. Anhand von Illustrationen aus einem Ameisenbuch zeigte sie den Aufbau eines Ameisenhügels, die Arbeitsteilung im Ameisenstaat und die Transportkünste der Arbeiterinnen. Um die Ameisen anzulocken, verteilte sie Kekskrümel auf einer Decke. Nun startete die Expedition. Zu Fuß ging es zu einem Ameisenhaufen im Wald. Schon nach einigen hundert Metern war ein stattliches Exemplar gefunden. Fasziniert beobachteten die Kinder das muntere Treiben der vielen kleinen Insekten. Gemeinsam überlegten sie, welche Funktion die Ameisen für den Wald haben und wie wir Menschen sie schützen können. Zukünftig würden sie genauer hinschauen, wenn eine Ameisenstraße ihren Weg kreuzt. Auf dem Rückweg kamen sie wieder an der Decke mit den Kekskrümeln vorbei. Leider hatten die Ameisen die leckeren Süßspeisen noch nicht entdeckt. Wer Lust hatte, durfte zum Abschluss noch zwei Ameisen-Spiele spielen. Das „Duft-Spiel“ verdeutlichte, wie Ameisen kommunizieren. „Als Ameise unterwegs“ waren die Kinder beim zweiten Spiel. Auf allen Vieren krabbelten sie durch die Wiese und betrachteten die Welt durch eine kleine Pappröhre wie durch Ameisenaugen.


Schafe in der Grundschule Böbingen

Ein Schulprojekt des NABU vom 23. bis 25. März 2015

Schüler mit Kuschel-Schafen (Foto: Sonja Kauffmann)
Schüler mit Kuschel-Schafen (Foto: Sonja Kauffmann)

Der Schulgarten der Gäuschule Böbingen hatte im März ungewöhnlichen Besuch. Drei Schafe fanden dort vorübergehend ein Zuhause. Zugegeben, sie waren anfangs ziemlich scheu, aber die Kinder haben ihre wolligen „Mitschüler“ schnell ins Herz geschlossen. Die Schafe leben normalerweise bei einem Schäfer. Im Rahmen der Schul-Projekttage durften sie in die Schule kommen. Organisiert wurde das Schafprojekt von Heike Gonschior, stellvertretende Vorsitzende der NABU-Gruppe Edenkoben / Maikammer, und Sonja Kauffmann, engagierte Mutter. Am ersten Tag lernten die Kinder ganz viel über Schafe, also wie sie leben, was sie fressen und woher sie stammen. Anschließend durften sie kleine kuschlige Pompon-Schafe basteln, die ziemlich große Ähnlichkeit hatten mit „Shaun dem Schaf“. Natürlich ging es auch zu den Schulschafen, wo die Kinder zuschauen durften, wie die Tiere von Heike gefüttert und versorgt wurden. Der Mittwoch stand unter dem Motto „Von der Rohwolle zum Wollschal“. Dabei spielt das Schaf vor allem als Nutztier und Woll-Lieferant eine wichtige Rolle. Heike und Sonja zeigten den Kindern, wie die Wolle gewonnen und gewaschen, gekämmt und mit Handspindel und Spinnrad gesponnen wird. Als Erinnerung erhielten die Kinder ein kleines Pixi-Buch mit ganz vielen Informationen. Am Donnerstag lernten die Kinder bei einem Ausflug nach Gleisweiler noch andere Schafe kennen. Die Schafherde von Barbara Halfmann ist vor allem für die Landschaftspflege zuständig. Das bedeutet: fressen, fressen, fressen, bis die Wiese kurz ist. Und diese Schafe waren gar nicht scheu. So durften die Kinder endlich mal nicht nur zuschauen sondern selber Schafe füttern, versorgen und streicheln. Da es auf der Wiese noch nicht so viel Gras gab, bekamen die Tiere eine große Ladung Heu.

Schafe füttern (Foto: Sonja Kauffmann)
Schafe füttern (Foto: Sonja Kauffmann)

Aufräum- und Entbuschungsaktion in St. Martin

Erfolgreicher Pflege-Einsatz am 6. Dezember 2014

Am Nikolaustag haben wir mit Hilfe der Pollichia Edenkoben und zwei Jugendlichen ein Wald- und Wiesengrundstück in St. Martin entbuscht. Außerdem gab es auf dem Gelände sehr viel Müll, den wir eingesammelt und entsorgt haben.

Foto: Rolf Lambert
Foto: Rolf Lambert

Das Leben der Kompostwürmer

Ein Workshop für Kinder mit Heike Gonschior

Einmal im Monat findet der Kindertreff der protestantischen Kirchengemeinden "Im Gäu" statt. Am 27. Juni 2014 besuchten die Kinder Heike Gonschior und ihre ungewöhnlichen Haustiere - Kompostwürmer. Heike Gonschior engagiert sich bei der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer und erklärte den Kindern, welche Rolle die Würmer in unserem Nahrungskreislauf spielen. Am liebsten fressen sie Küchenabfälle und produzieren dabei wertvollen Dünger, zum Beispiel für den Garten. Bei Heike Gonschior leben die Würmer in einem großen Wurmkomposter. Dort drin passiert im Grunde das gleiche wie in einem Komposthaufen, nur dass es viel mehr Würmer gibt. Das liegt daran, dass in einem Wurmkomposter optimale Lebensbeding- ungen für die Würmer herrschen. Es ist immer schön warm, etwas feucht und wenn wir viel Obst und Gemüse essen, gibt es auch für die Würmer genug Nahrung. Apfelgehäuse, Gurkenschalen und Kohlrabiblätter landen im Komposter, aber auch Eierschalen und Kaffeesatz. Dadurch läßt sich der Hausmüll stark reduzieren. Jedes Kind durfte einen Wurm auf die Hand nehmen und genau betrachten. Dabei fiel allen schnell die Ähnlichkeit mit den bekannten Regenwürmern auf, zu deren Familie die Kompostwürmer gehören. Die Kinder erfuhren, dass außer den Würmern noch andere Tiere, Bakterien und Pilze im Komposter leben, die für die Zersetzung wichtig sind. Doch was passiert eigentlich mit den Küchen- abfällen, wenn es keinen Kompost gibt? Diese und viele weitere Fragen wurden an dem Nachmittag beantwortet. Aus alten Kunststoff-Eisbehältern, Substrat, Erdbeerabfällen, nasser Eierpappe und ein paar Würmern bastelten sich die Kinder zum Schluß noch eine kleine Wurmschale für zu Hause.


Naturschutzfläche frei gestellt!

NABU entbuscht mit Unterstützung der Pollichia eine Fläche unterhalb der Kropsburg

Viele Helfer haben mit angepackt (Foto: Lothar Engelmann)
Viele Helfer haben mit angepackt (Foto: Lothar Engelmann)

Am Samstag, den 16. November 2013 führte die NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer eine Pflegemaßnahme in St. Martin durch. 20 freiwillige Helfer, darunter Mitglieder der Pollichia und mehrere Kinder, entbuschten das fast vollständig mit Brombeersträuchern überwucherte Hanggrundstück unterhalb der Kropsburg. Dabei wurden die zum Teil gut erhaltenen Trockenmauern wieder freigelegt. Eingestürzte Mauerbereiche sollen im Frühling von der NAJU Edesheim wieder aufgebaut werden. Um die Fläche zukünftig dauerhaft offen zu halten, wird sie ab nächstem Jahr durch die Schafherde von Gundula Berner beweidet.

Mit Freischneider und Astscheren ging es den Brombeeren zu Leibe (Foto: Carmen Schauroth)
Mit Freischneider und Astscheren ging es den Brombeeren zu Leibe (Foto: Carmen Schauroth)