Bruterfolg bei Schleiereulen in Böbingen

Gutes Mäusejahr wirkt sich positiv auf Jungvögel aus 

Die Brutsaison 2015 war für die Schleiereulen in Böbingen sehr erfolgreich. Insgesamt 15 flügge Jungeulen konnten gezählt werden. Vier davon stammen aus einer Brut im Kirchturm. Elf weitere wuchsen in einem Nistkasten in der Scheune von Familie Pulg heran. Der Nistkasten in der Scheune wird von den beiden NABU-Aktiven Wolfgang Staudt und Heike Gonschior betreut. Nach dem Ausfliegen der ersten vier Jungen aus dem Nistkasten entdeckten sie im Juli eine zweite Brut mit sieben Eiern. In guten Mäusejahren wie 2015 ist das nicht ungewöhnlich. Als die Naturschützer den Kasten Anfang August wieder kontrollierten, fanden sie ein puscheliges Knäul aus sieben kleinen Schleiereulen. Diese entwickelten sich aufgrund des guten Nahrungsangebotes sehr gut. Schon einen Monat später waren aus den kleinen Küken kräftige Jungeulen geworden. Jörn Weiß reiste aus Frankenthal an, um die Tiere im Rahmen eines Forschungsprojektes der Vogelwarte Radolfzell zu beringen. Da Familie Pulg "ihre Schleiereulen" bereits ins Herz geschlossen hatte, wollten sie natürlich gerne dabei sein. Sie durften den Beringer unterstützen, als dieser jeder Eule einen Ring anlegte, der sie zukünftig identifiziert. So geschmückt flogen die Schleiereulen im Herbst das erste mal aus und erkundeten ihre Umgebung.

Das Kirchturmprojekt geht natürlich 2016 weiter.
Bis jetzt haben wir in Böbingen im Kirchturm der evang. Kirche 6 junge Schleiereulen, in Böbingen bei Familie Pulg in der Scheune 3 junge Schleiereulen beringt. Im Kirchturm der evangelischen Kirche von Freimersheim waren es 6 jungen Schleiereulen. Insgesamt also 15 Schleiereulen-Küken. Und das ist erst die 1. Brut dieses Jahres. (Juni 2016)

Schleiereulen Foto-Story


Den Waldameisen auf der Spur

Mit Heike Gonschior auf Expedition

Am Mittwoch, den 1. Juli 2015 begleitete Heike Gonschior von unserer NABU Gruppe die Vorschulkinder der Kita Sternschnuppe aus Gommersheim bei ihrem Waldtag. Gemeinsam wollten sie sich auf die Suche nach Roten Waldameisen machen. Bevor es jedoch so richtig losging, versammelten sich alle in der Gommersheimer Grillhütte. Hier erklärte Heike den Kindern das Leben der Ameisen. Anhand von Illustrationen aus einem Ameisenbuch zeigte sie den Aufbau eines Ameisenhügels, die Arbeitsteilung im Ameisenstaat und die Transportkünste der Arbeiterinnen. Um die Ameisen anzulocken, verteilte sie Kekskrümel auf einer Decke. Nun startete die Expedition. Zu Fuß ging es zu einem Ameisenhaufen im Wald. Schon nach einigen hundert Metern war ein stattliches Exemplar gefunden. Fasziniert beobachteten die Kinder das muntere Treiben der vielen kleinen Insekten. Gemeinsam überlegten sie, welche Funktion die Ameisen für den Wald haben und wie wir Menschen sie schützen können. Zukünftig würden sie genauer hinschauen, wenn eine Ameisenstraße ihren Weg kreuzt. Auf dem Rückweg kamen sie wieder an der Decke mit den Kekskrümeln vorbei. Leider hatten die Ameisen die leckeren Süßspeisen noch nicht entdeckt. Wer Lust hatte, durfte zum Abschluss noch zwei Ameisen-Spiele spielen. Das „Duft-Spiel“ verdeutlichte, wie Ameisen kommunizieren. „Als Ameise unterwegs“ waren die Kinder beim zweiten Spiel. Auf allen Vieren krabbelten sie durch die Wiese und betrachteten die Welt durch eine kleine Pappröhre wie durch Ameisenaugen.


Schafe in der Grundschule Böbingen

Ein Schulprojekt des NABU vom 23. bis 25. März 2015

Schüler mit Kuschel-Schafen (Foto: Sonja Kauffmann)
Schüler mit Kuschel-Schafen (Foto: Sonja Kauffmann)

Der Schulgarten der Gäuschule Böbingen hatte im März ungewöhnlichen Besuch. Drei Schafe fanden dort vorübergehend ein Zuhause. Zugegeben, sie waren anfangs ziemlich scheu, aber die Kinder haben ihre wolligen „Mitschüler“ schnell ins Herz geschlossen. Die Schafe leben normalerweise bei einem Schäfer. Im Rahmen der Schul-Projekttage durften sie in die Schule kommen. Organisiert wurde das Schafprojekt von Heike Gonschior, stellvertretende Vorsitzende der NABU-Gruppe Edenkoben / Maikammer, und Sonja Kauffmann, engagierte Mutter. Am ersten Tag lernten die Kinder ganz viel über Schafe, also wie sie leben, was sie fressen und woher sie stammen. Anschließend durften sie kleine kuschlige Pompon-Schafe basteln, die ziemlich große Ähnlichkeit hatten mit „Shaun dem Schaf“. Natürlich ging es auch zu den Schulschafen, wo die Kinder zuschauen durften, wie die Tiere von Heike gefüttert und versorgt wurden. Der Mittwoch stand unter dem Motto „Von der Rohwolle zum Wollschal“. Dabei spielt das Schaf vor allem als Nutztier und Woll-Lieferant eine wichtige Rolle. Heike und Sonja zeigten den Kindern, wie die Wolle gewonnen und gewaschen, gekämmt und mit Handspindel und Spinnrad gesponnen wird. Als Erinnerung erhielten die Kinder ein kleines Pixi-Buch mit ganz vielen Informationen. Am Donnerstag lernten die Kinder bei einem Ausflug nach Gleisweiler noch andere Schafe kennen. Die Schafherde von Barbara Halfmann ist vor allem für die Landschaftspflege zuständig. Das bedeutet: fressen, fressen, fressen, bis die Wiese kurz ist. Und diese Schafe waren gar nicht scheu. So durften die Kinder endlich mal nicht nur zuschauen sondern selber Schafe füttern, versorgen und streicheln. Da es auf der Wiese noch nicht so viel Gras gab, bekamen die Tiere eine große Ladung Heu.

Schafe füttern (Foto: Sonja Kauffmann)
Schafe füttern (Foto: Sonja Kauffmann)

Aufräum- und Entbuschungsaktion in St. Martin

Erfolgreicher Pflege-Einsatz am 6. Dezember 2014

Am Nikolaustag haben wir mit Hilfe der Pollichia Edenkoben und zwei Jugendlichen ein Wald- und Wiesengrundstück in St. Martin entbuscht. Außerdem gab es auf dem Gelände sehr viel Müll, den wir eingesammelt und entsorgt haben.

Foto: Rolf Lambert
Foto: Rolf Lambert

Das Leben der Kompostwürmer

Ein Workshop für Kinder mit Heike Gonschior

Einmal im Monat findet der Kindertreff der protestantischen Kirchengemeinden "Im Gäu" statt. Am 27. Juni 2014 besuchten die Kinder Heike Gonschior und ihre ungewöhnlichen Haustiere - Kompostwürmer. Heike Gonschior engagiert sich bei der NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer und erklärte den Kindern, welche Rolle die Würmer in unserem Nahrungskreislauf spielen. Am liebsten fressen sie Küchenabfälle und produzieren dabei wertvollen Dünger, zum Beispiel für den Garten. Bei Heike Gonschior leben die Würmer in einem großen Wurmkomposter. Dort drin passiert im Grunde das gleiche wie in einem Komposthaufen, nur dass es viel mehr Würmer gibt. Das liegt daran, dass in einem Wurmkomposter optimale Lebensbeding- ungen für die Würmer herrschen. Es ist immer schön warm, etwas feucht und wenn wir viel Obst und Gemüse essen, gibt es auch für die Würmer genug Nahrung. Apfelgehäuse, Gurkenschalen und Kohlrabiblätter landen im Komposter, aber auch Eierschalen und Kaffeesatz. Dadurch läßt sich der Hausmüll stark reduzieren. Jedes Kind durfte einen Wurm auf die Hand nehmen und genau betrachten. Dabei fiel allen schnell die Ähnlichkeit mit den bekannten Regenwürmern auf, zu deren Familie die Kompostwürmer gehören. Die Kinder erfuhren, dass außer den Würmern noch andere Tiere, Bakterien und Pilze im Komposter leben, die für die Zersetzung wichtig sind. Doch was passiert eigentlich mit den Küchen- abfällen, wenn es keinen Kompost gibt? Diese und viele weitere Fragen wurden an dem Nachmittag beantwortet. Aus alten Kunststoff-Eisbehältern, Substrat, Erdbeerabfällen, nasser Eierpappe und ein paar Würmern bastelten sich die Kinder zum Schluß noch eine kleine Wurmschale für zu Hause.


Naturschutzfläche frei gestellt!

NABU entbuscht mit Unterstützung der Pollichia eine Fläche unterhalb der Kropsburg

Viele Helfer haben mit angepackt (Foto: Lothar Engelmann)
Viele Helfer haben mit angepackt (Foto: Lothar Engelmann)

Am Samstag, den 16. November 2013 führte die NABU-Gruppe Edenkoben/Maikammer eine Pflegemaßnahme in St. Martin durch. 20 freiwillige Helfer, darunter Mitglieder der Pollichia und mehrere Kinder, entbuschten das fast vollständig mit Brombeersträuchern überwucherte Hanggrundstück unterhalb der Kropsburg. Dabei wurden die zum Teil gut erhaltenen Trockenmauern wieder freigelegt. Eingestürzte Mauerbereiche sollen im Frühling von der NAJU Edesheim wieder aufgebaut werden. Um die Fläche zukünftig dauerhaft offen zu halten, wird sie ab nächstem Jahr durch die Schafherde von Gundula Berner beweidet.

Mit Freischneider und Astscheren ging es den Brombeeren zu Leibe (Foto: Carmen Schauroth)
Mit Freischneider und Astscheren ging es den Brombeeren zu Leibe (Foto: Carmen Schauroth)