Upup, Hurra!

Der Wiedehopf ist Vogel des Jahres 2022

Foto: Paul Gläser
Foto: Paul Gläser

Der Wiedehopf ist einer der auffälligsten heimischen Vögel – mit seinem orangeroten Gefieder und seiner markanten Federhaube wurde der Wiedehopf auch wegen seiner spektakulären Erscheinung gewählt. Bei der zweiten öffentlichen Vogelwahl, hat er es - mit deutlichem Abstand - an die Spitze geschafft. Viele Wähler konnten sich aber sicher auch mit seinem Wahlslogan: „Gift ist keine Lösung“ identifizieren. Der Wiedehopf benötigt halboffene bis offene insektenreiche Landschaften – viele Insekten gibt es nur ohne Pestizideinsatz. Die Population des Wiedehopfes gilt in Deutschland als gefährdet, da es aufgrund fehlender Lebensräume immer noch wenige Brutpaare gibt – zurzeit sind es 800 bis 950. Doch das Verbreitungsgebiet dieses wärmeliebenden Vogels wächst, was ein klares Anzeichen des Klimawandels ist. In der Vorderpfalz kommt er als seltener Brutvogel vor und kann mit etwas Glück auch während der Zugzeit beobachtet werden. Hier gibt es weitere Infos zum Vogel des Jahres.


Filzworkshop für Grundschulkinder

Kuschelschafe basteln mit dem NABU

Oktober 2021 - Heike Gonschior von der NABU-Gruppe Edenkoben-Maikammer besuchte die 2. Klasse der Grundschule St. Martin. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin und Schulleiterin Frau Lubotta lernten die 11 Schüler*innen, wie man mit einem Ausstechförmchen für Plätzchen, einem Spülschwamm, sogenannten Filznadeln und Rohwolle vom Schaf ein kleines Schäfchen filzt. Im Gegenteil zum Nassfilzen, bei dem mit Hilfe von heißem Wasser und Seife die Rohwolle verfilzt wird, wird mit der Filznadel trocken gefilzt. Die Filznadel hat kleine Widerhaken, wodurch beim wiederholten Durchstechen der Rohwolle die Wollfasern miteinander verbunden werden. Da die Filznadeln sehr spitz sind, muss sehr konzentriert gefilzt werden – so dass die Kindern ihre Konzentrationsfähigkeit, Ausdauer und Feinmotorik übten. Zum Abschluss wurde ihnen noch eine kleine Schafgeschichte vorgelesen. Alle Kinder waren mit Eifer dabei und konnten am Ende des Projektes ein kleines Wollschaf mit nach Hause nehmen.


Erstmalige Brut in Böbinger Scheune

Nistkasten von Schleiereulen endlich angenommen

Oktober 2021 - Wo im Vorjahr im Schleiereulen-Nistkasten noch ein großes Hornissennest hing, lagen Anfang August 2021 völlig überraschend 4 Eier. Solche späten Bruten sind bei Schleiereulen keine Seltenheit, da sie in guten Mäusejahren bis zu 3 Bruten nacheinander großziehen können. In diesem Nistkasten in einer Böbinger Scheune, der seit ca. 5 Jahren dort hängt, war es die allererste Brut überhaupt.Eine vorsichtige Kontrolle Ende August zeigte, dass das Schleiereulenpaar seine Eier erfolgreich ausbrüten konnte. Die kleinen zart beflaumten Küken waren erst wenige Tage alt und kuschelten sich eng aneinander. Anfang Oktober wurden die inzwischen kräftig gewachsenen 4 Küken von Jörn Weiß beringt.


Fleißige Bienchen ganz nah

Schulausflug mit dem NABU zu Honigbienenvölkern

Am 15. Juni 2021 besuchten neun Schüler*innen der Ottersheimer Jakob-Reeb-Schule zusammen mit ihrem Klassenlehrer Christian Clasen einen Bauernhof bei Annweiler. Begleitet wurden sie von der Imkerin Heike Gonschior vom NABU Edenkoben-Maikammer. Die Jakob-Reeb-Schule ist eine anerkannte Ersatzschule mit dem Förderschwerpunkt „soziale und emotionale Entwicklung“, die ihre Schüler*innen zusätzlich zu den einzelnen Bildungsgängen erlebnispädagogisch betreut.

Der Besuch bei den Bienenvölkern wurde vorher ausführlich im Unterricht vorbereitet. Das faszinierende Leben der Honigbienen, mit all ihren spannenden Aspekten stand im Mittelpunkt des Themas und begeisterte schon in der Theorie alle Schüler*innen. Die Kinder lernten u.a. auch neue, für die Imkerei nötige Begriffe kennen, die ihren Wortschatz erweiterten. Umso aufregender war dann der Ausflug zu den Honigbienen. Dort konnten die Schüler*innen alles Gelernte wiedererkennen und erleben. Dazu gehörten die Imkerei-Werkzeuge genauso wie der Aufbau der Bienenkästen, die verschiedenen Bienenwesen, wie Arbeiterin, Drohne und Königin, als auch die unterschiedlichen Waben im Inneren des Bienenkastens.

Nach Abschluss der Arbeit am Bienenkasten stärkten sich die Schüler*innen und ihre Begleiter*in auf einem Picknickplatz im Schatten und bekamen noch Informationsmaterial vom NABU geschenkt, um das Thema in den nächsten Unterrichtsstunden weiter zu vertiefen.

Herzlichen Dank auch für die nette Kooperation mit der NABU-Gruppe Annweiler-Hauenstein.